Montag, 31. Dezember 2007

Leichentuch

2007 ist tot, lang lebe 2008.
Weihnachten ist vorbei, und damit auch meine Quasi-Internetabstinenz.
Arne kommt gleich und dann wird hoffentlich schön in 2008 hereingefeiert. Wenn ich dann die Tage mal Zeit, Ruhe und Luft habe kommt ein mehr oder weniger persönlicher, enthüllender und unglaublich akkurater Jahresrückblick. Stay tuned!

"2006 war doof und 2007 kann nur schlimmer werden" - irgendwie hat das nicht gestimmt.

In diesem Sinne:

BURN IT DOWN

AND WALK AWAY.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Nikes und Gespenster

Gestern wars mal wieder so weit, ein weiterer Film der Reihe "Wenn ich die gesehen hab geh ich deprimiert aus dem Kino." Diesmal: Nichts als Gespenster. Aufgrund etwa zwanzigminütiger Verspätung kann ich leider zum Anfang wenig sagen. Vielleicht fehlen mir auch die wichtigen Ansatzpunkte um den höheren Sinn hinter dem ganzen Film zu verstehen. Trotzdem ergaben die einzelnen Fragmente nach und nach Sinn. Der Film präsentierte sich als verschiedene, offensichtlich nicht zusammenhängende Kurzgeschichten, die parallel erzählt wurden. Das heißt konkret, dass von jeder Kurzgeschichte immer ein paar Minuten gezeigt wurden, bis auf die nächste übergesprungen wurde. Wenn ich mich recht entsinne gab es nur an einer einzigen Stelle Überschneidungen. Sonst passten die einzelnen Handlungsstränge nur vom Hauptthema zueinander: Beziehungen.

Felix und Ellen unternehmen einen Trip durch die Vereinigten Staaten von Amerika, einmal Westküste und zurück. Dominierend hier die Wüste, kleine verstaubte Städte mit Hotels in denen es spukt und die Leere zwischen Felix und Ellen. Immer und immer wieder. Lichtblick: Die skurrile Geisterjägerin und der gutherzige Buddy, der bei seiner Beschreibung von Nikesneakers für Dreijährige irgendwie viel mehr Wärme ausstrahlt als die Ellen und Felix im ganzen Film.


Jonas und Irene, seit kurzem beide wieder Singles, reisen gemeinsam nach Island und bewundern die Natur und das Abgeschiedensein, Jonas zumindest. Wieder sind es nicht die Hauptprotagonisten dieser Geschichte die sympathisch erscheinen, sondern die Gastfamilie der beiden, die eine ganz besondere Ruhe ausstrahlt. Am Ende der Welt.


Marion besucht ihre Eltern in Venedig, die dort scheinbar Urlaub machen und haufenweise Souvenirs ergattern. Sehr schön dargestellt die Kommunikationsprobleme zwischen den Generationen und die Unverfrorenheit mit der Mutter und Vater scheinbar immer wieder Marions wunde Punkte treffen durch gut gemeinte Fragen. Geht es irgendwann jedem Kind mit den eigenen Eltern mal so - das man in seperaten Welten lebt?


Ruth besucht ihre Freundin Cario und verliebt sich in deren Freund Raoul. Allzuviel mehr will ich zu diesem in tristen, blassen Farben gehaltenen Abschnitt garnicht sagen, so bedrückend wirkte diese Beziehung auf Zeit und der geheime Betrug.

Christine besucht ihre Freundin Nora auf Jamaika. Vom optischten her der schönste Strang des Films - Sonne, Meer, wunderbare Natur und ein drohender Hurricane. Trotzdem wie immer sehr bedrückend, da Christine mehr oder weniger mit einem Inseleinwohner mit Frau und Kind anbandelt. Nora und ihr Mann/Freund (?) Caspar sind meines Ermessens nach sichtlich erleichtert, als Christine abreist.
Der Film lässt einen jeglicher Illusionen bezüglich menschlichen Zusammenlebens beraubt zurück. Für Singles ist das sicher noch erträglicher, weiß man sich doch sicher Abseits der im Film dargestellten Probleme. Es fiel schwer, wenigstens am Ende des Films den Silberstreif am Horizont zu entdecken. Denn es gab ihn nicht?


Nichts als Gespenster ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Judith Hermann. Mit einigen guten deutschen Schauspielern besetzt, die man aus dem einen oder anderen Film schon kennt. Ob man sich die Melancholie des Films antun will, bleibt jedem selbst überlassen. Aber es lohnt sich schon alleine wegen der Filmmusik.

Samstag, 15. Dezember 2007

Denn siehe, es Weihnachtet sehr.

Vom 11/12/2oo7. Von mir.

Erinnert mich notfalls daran.

Gestern ist mir eingefallen dass man ja eigentlich in seinem Blog aktuelle Ereignisse kommentieren könnte und so. Dann muss man sich nicht immer verrückte Dinge aus den Fingern saugen oder gar anfangen, mit Halbwissen über Studieninhalte zu schreiben. Über Politik bloggen und einen auf Wannabe-Connoisseur machen ist dann meines Ermessens nach auch nicht ganz das ware. Also was dann? Hobbies. So wie Tobis VideoBlog BergTV. Schade nur, dass ich keine Hobbies habe. Mehr oder weniger.
Also ist mir dann eingefallen, dass ich über mein Lieblingsereignis des Jahres bloggen könnte, wenn es nächstes Jahr wieder so weit ist - die Tour de France. Ich hoffe dass ich sie 2oo8 wieder sehen werden kann. Angeblich will ARD weiter übertragen. Ich bin gespannt.
Dank dieses Entschlusses kann ich jetzt erstmal die Beine hochlegen und bis Juli 2oo8 warten. Wie gesagt - erinnert mich notfalls daran.
Irgendwann kann ich dann sicher auch über mich selbst, der ich Berge hochfahre bloggen. Ich hoffe dass ich mir nächstes Jahr im Sommer mal ein Rennrad leisten kann. "A man can dream...".

Übrigens habe ich schon tonnenweise Ideen für die nächste Version von The Design Cocktail. Nur leider scheitert das momentan immer wieder an meiner Trägheit und der noch fehlenden, programmiertechnischen Erleuchtung. Wird wohl viel mit Dynamik, wenig Graphik und Tags zu tun haben.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Drei Tonträger, ...

...die wo ich mir unbedingt noch kaufen muss. Weil sie Klassiker sind, oder zumindest so gehandelt werden.

At the Drive-In - Relationship of Command
Momentan ausgeliehen und verblüfft wieviele andere Bands von
At the Drive-In in Sachen Stil und Melodien geklaut haben. Und The Mars Volta hört man auch schon heraus. Komisch dass ich diese Band jahrelang kannte und nie auf die Idee kam mich näher damit zu beschäftigen. Immerhin haben die Jungs von ATDI in Sachen Post-Hardcore den Stellenwert, den Botch in Sachen chaotischer Hardcore haben.

Refused - The Shape of Punk to come
Was soll man groß dazu sagen. Arnes Blog war mal nach dem
Refused Song "New Noise" benannt...



Give Up The Ghost - We're down till we're underground
Textlich absolut Top, und ähnlich wie die beiden oben genannten Bands Vorreiter in ihrer Szene. Give Up The Ghost hießen früher übrigens mal American Nightmare. Sänger Wes Eisold stand nach dem Split der Band bei
Some Girls am Mikrophon, wodurch ich auch auf Give Up The Ghost/American Nightmare kam.

I used to compare myself but I don't care anymore/
I never had it, you never had it/
We were young and the sun didn't shine on us/
Where is the life you thought you'd live?/


Montag, 3. Dezember 2007

Eines weiß ich ganz genau,

beim Fahren steh ich gern im Stau.

Oder eher nicht. Dank Fahrt durch die halbe Republik an diesem Wochenende und StauStauStau von beträchtlichem Ausmaß, dazu noch im Tunnel, kam ich nicht umhin in Momenten purer Langeweile mir zu überlegen wie man im Stau am schnellsten voran kommt.
Prinzipiell war ich immer der Überzeugung, dass man am besten fährt wenn man immer auf der gleichen Spur bleibt, da sobald man auf der fahrenden Spur ist, diese auf wundersame Weise stehen bleibt und die Autos der alten Spur scheinbar höhnisch lachend an einem vorbei ziehen.
Trivialmathematisch gesehen (d.h. so wie ich das, mit dem Schlauchboot des Mathe-LKs geschützt ich das im Ozean der Mathematik sehe) könnte man die Geschwindigkeit auf den drei verschiedenen Fahrspuren natürlich auch als drei verschiedene, abschnittsweise definierte Funktionen ansehen. v zum Zeitpunkt t also. Wobei 0 <= v <= ... 50. Oder so. Wenn man schneller als 50km/h fährt würde ich das jedenfalls nichtmehr als Stau bezeichnen.
Mit dieser Funktion hat also jedes Auto auf der Fahrspur zum Zeitpunkt t die Geschwindigkeit v (bzw so gesehen bewegt sich die Schlange auf der Spur mit der Geschwindigkeit v voran).
Wenn man nun den Verlauf des Staus beobachtet und die Geschwindigkeiten in einen Zeit/Geschwindigkeit-Graph einträgt, erhält man drei separate Kurven (mehr oder weniger kurvig).
Um sich nun schnellstmöglichst durch den Stau zu wühlen, muss man theoretisch einfach nur immer auf der schnellsten Spur fahren. D.h. sobald der Graph der Spur, auf der man sich gerade befindet, nehmen wir einmal an, es ist die schnellste Spur, einen der anderen schneidet, muss man wechseln. Und schon nimmt man das Maximum an Geschwindigkeit mit.
Bleiben nur noch zwei Probleme übrig. Zum einen kann man diesen Verlaufsgraphen der Geschwindigkeit im Stau nur _nach_ dem Stau aufzeichnen. Und zum anderen müsste man noch die Möglichkeit finden sich möglichst schnell auf eine andere Fahrspur zu drängeln, was sich auch als äußerst schwer herausstellen dürfte.


Ach übrigens, Studium macht Spaß. Irgendwann kann ich vielleicht auch wie Arne mal anfangen über Studieninhalte zu bloggen, momentan wäre das aber wohl noch zu viel gefährliches Halbwissen. Deswegen... später. Habe einiges zu tun in Sachen lesen und sozialem Leben. Zwischendurch habe ich dann ständig Ideen, was man noch alles posten könnte in diesem Blog. Nur meistens fehlt dann nach einer Weile doch die Motivation dazu. Mal sehn ob ich einen Motivator finde...